Stellungnahme zum Baugebiet "Auf Rottern"

CDU: Ja zu neuem Wohnraum – aber nicht zu einem planerischen Blankoscheck

„Die Diskussion ist für uns nicht: Baugebiet ja oder nein. Die entscheidende Frage lautet: Welche Art von Bebauung wollen wir dort entstehen lassen?“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Konstantin Jungmann.

Für die CDU steht zugleich fest: Es soll neuer Wohnraum für Familien geschaffen werden. Dabei sollen Einfamilienhäuser im Vordergrund stehen, die zur Stadtstruktur Püttlingens passen. Familien sollen die Möglichkeit erhalten, Wohneigentum zu erwerben und sich den Wunsch nach einem Eigenheim zu erfüllen. „Wir wollen Familien nicht nur Wohnraum anbieten, sondern ihnen auch die Chance geben, Eigentum aufzubauen“, betont die CDU-Fraktion.

Die CDU hatte dem im Juni vorgelegten Bebauungsplan nicht zugestimmt, weil aus ihrer Sicht gerade diese Frage nicht hinreichend beantwortet war. Während in Gesprächen und Konzeptzeichnungen konkrete einzelne Gebäude dargestellt wurden, ließ der eigentliche Bebauungsplan wesentlich größere Spielräume zu. Nach den vorliegenden Planungsständen wären Gebäudelängen von bis zu rund 49 Metern möglich, ähnlich wie bei Sozialblöcken. Gleichzeitig war die tatsächliche Zahl der Wohneinheiten nicht verbindlich begrenzt. Es drohte die Erschließung eines reinen Sozialviertels.

„Ein hübscher Konzeptplan ist noch kein Baurecht. Entscheidend ist am Ende, was der Bebauungsplan tatsächlich erlaubt. Wenn wir heute einen Bebauungsplan beschließen, müssen wir auch damit leben können, wenn später ein anderer Eigentümer oder Investor alle darin eröffneten Möglichkeiten vollständig ausschöpft. Hier galt es vorzubeugen“, so Müller.

Gerade deshalb hält die CDU die Kritik, sie habe eine „Chance für Püttlingen vertan“, für aus der Luft gegriffen. Verantwortliche Stadtentwicklung bedeutet nicht, möglichst schnell Baurecht zu schaffen, sondern vorher festzulegen, welche Bebauung städtebaulich verträglich ist. Dazu gehören aus Sicht der CDU eine klare Begrenzung von Gebäudegrößen und Wohneinheiten, ausreichende Stellplätze, vernünftige Straßenbreiten und eine sichere Erschließung.

„Wir wollen jungen Familien ermöglichen, in Püttlingen zu bleiben, Wohneigentum aufzubauen und hier ihre Zukunft zu gestalten. Gleichzeitig brauchen wir Wohnungen für Senioren, Singles und Menschen, die kein Einfamilienhaus benötigen. Beides ist möglich – wenn man ein Wohngebiet ausgewogen plant“, so Jungmann.

„Unser Nein im Juni war kein Nein zu ‚Auf Rottern‘. Es war ein Nein zu einem Plan, der uns noch zu viele Fragen offengelassen hat. Wir wollen das Baugebiet – aber wir wollen vorher verbindlich wissen, was dort gebaut werden darf“, so die CDU Püttlingen & Köllerbach.